Das Heilige Land hat seinen größten Fürsprecher und Freund verloren.
Im Caritas Baby Hospital in Bethlehem und im ganzen Heiligen Land trauern die Menschen um Papst Johannes Paul II. Zu seiner Beerdigung haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bethlehem ihre Arbeit für eine Gedenkminute unterbrochen.
Sein historischer Besuch in Israel und Palästina im Jahr 2000 und sein ständiges, engagiertes Eintreten für politische und religiöse Aussöhnung hat dem Papst große Anerkennung und Respekt von allen Seiten gebracht. „Der Papst hat uns immer wieder daran erinnert, wie bedeutsam das Heilige Land für unseren Glauben ist, und dass wir deshalb eine besondere Verantwortung für die Notleidenden im Land haben,“ sagt Michael Schweiger, Präsident der Kinderhilfe Bethlehem.
Die Trauer in Bethlehem und den anderen christlichen Gemeinden im Heiligen Land ist groß. Die Menschen kommen spontan zusammen, um zu beten. Auch in der Kapelle des Caritas Baby Hospitals fand eine Andacht statt. Im Caritas Baby Hospital arbeiten neben italienischen Ordensschwestern, Christen und Moslems gemeinsam für das Wohl von kranken Kindern.
Sie trauern um den Verlust des größten Fürsprecher und Freundes des Heiligen Landes. Der Papst wurde Zeit seines Lebens von den Christen im Land sehr verehrt. Für hundert Tausende war es ein besonderes Erlebnis mit ihm während seiner Heilig-Land-Reise am See Gennesaret eine Messe feiern zu können. Er hat die Herzen der Menschen erreicht. Er bleibt in ihrer Erinnerung der Papst, der trotz vieler Widerstände konsequent und kraftvoll für Frieden eingestanden ist. Dies ist sein Vermächtnis, das im Heiligen Land weiter getragen wird.